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News
| 23. 01. 2012 |
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MONTAGS IM DA CAPO |
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Marian Kalus – Trompeter – Komponist – Konditor – Opernsänger
Das ist ein Bayer? Mit so einem Namen? Spricht auch noch deutsch! Ein Tenor ohne Pavarotti-Figur – ist von eher zartem Wuchs.
Er ist wirklich ein waschechter Bayer, auch wenn man es nicht hört, wenn er spricht, 1980 geboren in München, und dort aufgewachsen! Der Ursprung seines Namens Kalus stammt von seinen väterlichen Vorfahren aus Schlesien.
Diesen bayrischen Jung-Tenor hat es 2011 an das Theater Nordhausen verschlagen. Zum Auftakt im Da Capo präsentiert Marian Kalus dem Publikum gleich eine Probe seines Könnens mit der Arie des Paris aus der Operette „Die schöne Helena“ von Jacques Offenbach und hat damit das Publikum schon erobert. Der Abend fängt gut an.
Dann beginnen Angela Kalms und Dr.Götz Ehrhardt das Interview mit unserem Gast. Locker und frei heraus plaudert Marian aus seinem Leben. Wir erfahren, dass Marian noch drei Brüder und drei Halbschwestern hat. Sein Vater besitzt eine Firma in der IT-Branche. Seine Mutter sang in einem Kirchenchor. Als er drei Jahre alt war, nahm sie ihn mit in ein Konzert, wo er sich spontan für Trompete begeisterte. Mit Folgen! Er wollte Trompeter werden. Mit acht Jahren nahm Marian beim Kantor der Kirchgemeinde den Trompetenunterricht auf. Später wechselte er zu einem Privatlehrer. Mit 10 Jahren kam noch kurzzeitig Klavierunterricht dazu und mit 13 sang er im Erwachsenen-Kirchenchor. Auch im Stepptanz hat sich Marian probiert. Zum Fußball hatte er niemals Ambitionen – trotz Bayern München. Mit 18 war sein großes Ziel immer noch, Trompeter zu werden. Dieser Traum platzte allerdings beim Vorspielen für die Aufnahmeprüfung.
2001 bis 2003 Übergangszeit in Papas Firma – Entscheidungsfindung, wie soll es weitergehen? Zunächst mit Komponieren von Klingeltönen für Siemens, Jubiläumsmusik für den ADAC, Werbemusik für BMW. Der junge Mann entwickelt Interesse für das Komponieren von Filmmusik. Erwägt aber auch den schmackhaften Beruf des Konditors. Auf seine Bewerbung zum Studium der Filmmusik an der Musikhochschule München wurde er gar nicht erst eingeladen. Da kam ihm die glorreiche Idee, als Grundlage für die Filmmusik die Theorie und Praxis des Gesangs zu studieren. Gesangsunterricht hatte er schon länger. Also Bewerbung in Augsburg, Hauptfachprüfung im ersten Anlauf bestanden, Gesangsstudium 2003 begonnen.
An dieser Stelle des Interviews gab Marian seine zweite musikalische Einlage, am Klavier begleitet von Elena Pierini sang er das neapolitanische Lied „L’Ultima Canzone“ von Francesco Paolo Tosti – ein wahrer Ohrwurm.
Sein Gesangslehrer in Augsburg, James Taylor, soll mal gesagt haben: “Herr Kalus glaubte selbst, dass er Konzertsänger werden würde.“ Opernsänger zu werden war tatsächlich nicht sein erklärtes Ziel. Der Gesang sollte nur als Zweck dienen, um Komponist oder kirchlicher Sänger zu werden. Es sollte aber anders kommen. Wie sagt man so schön: Der Appetit kommt beim Essen. Und das Essen waren im Falle von Marian Mitwirkungen an Opernaufführungen in Augsburg, in denen er im ersten Semester in einer Hochschulproduktion der „Zauberflöte“ von Mozart die Partie des Monostatos und im dritten Semester am Theater Augsburg in „Romeo et Juliett“ von Gounod die Partie des Tybalt sang. Die Theateratmosphäre hat Marian so sehr begeistert, dass sie seinen weiteren Weg entscheidend beeinflusste. Nach dem Vordiplom in Augsburg wechselte Marian mit erneuter Aufnahmeprüfung an die Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin. Neben dem Studium in Berlin jobbte Marian in einer Berliner Musiksoftwarefirma und wirkte zehn Drehtagelang in einer Nebenrolle in dem 2008 „Oscar“-gekrönten österreichischen Film „Die Fälscher“ mit. In dem Film ging es um das größte Geldfälschungsprogramm der Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkrieges. Das Gesangsstudium beendete er 2010. Marian begann sich mit Vorsingen in Opernstudios und kleinen Häusern zu bewerben. Dabei verspürte er an den verschiedenen Häusern sehr unterschiedliche Empfindungen. Schließlich bekam er von der Künstlervermittlung der Arbeitsagentur den Tipp, dass in Nordhausen ein Tony für die „West Side Story“ gesucht wird. Als Marian in Nordhausen zum Vorsingen antreten wollte, stand sein Name nicht auf der Liste. Dumm gelaufen, die Agentur hatte versäumt, ihn anzumelden und seine Unterlagen zu versenden. Die Situation wurde aber trotzdem gerettet. Marian bekam unerwartet Gastverträge für Partien in Aufführungen, die zeitlich wesentlich vor der „West Side Story“ gespielt wurden (Beppo in „Bajazzo“ und Gherardo in „Gianni Schicchi“). Seit Sommer 2011 ist Marian Kalus festes Ensemblemitglied. Bisher spielte er den Helden in „Prinzessin Anna oder wie man einen Helden findet“, ein Musiktheater für Kinder von Jakob Vinje, den Narcisso in der Operette „Casanova“ von Paul Lincke, zurzeit den Bob Boles in der Oper „Peter Grimes“ von Benjamin Britten und demnächst den Tony in der „West Side Story“ von Leonard Bernstein, sowie im Rahmen der Thüringer Schlossfestspiele in Sondershausen den Pedrillo in dem Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Marian ist ein viel beschäftigter Tenor am Theater Nordhausen!
Seine Traumrolle hat er uns auch verraten: den Romeo in „Romeo et Juliett“ von Gounod.
Und er hat uns auch verraten, dass er eine Freundin hat, eine Geigerin, die er beim Studium kennen gelernt hat. Leider sehen sie sich nicht so oft, weil sie viele internationale Gastspiele gibt.
Nach dem Interview musste sich Marian noch sehr vielen Fragen aus dem Publikum stellen. Für das gezeigte Interesse bedankte er sich zur Verabschiedung mit dem Lied „Now sleeps the crimson petal“ von Roger Quilter. Der Förderverein Theater Nordhausen dankt Marian Kalus für den außerordentlich interessanten und schönen Abend im Da Capo und wünscht ihm noch viele Erfolge in seiner weiteren Karriere.
Bernd Illhardt
Fotos dieser Veranstaltung finden Sie auf unserer Internetseite unter „Galerie“.
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| 16. 05. 2011 |
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Vorstandswahl |
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In der Mitgliederversammlung am 16.Mai 2011 wurden folgende Mitglieder in den Vorstand gewählt:
· Dr. Götz Ehrhardt, Vorsitzender
· Wolfgang Asche, 1. stellvertretender Vorsitzender
· Lars Tietje, 2. stellvertretender Vorsitzender (satzungsgemäß)
· Uwe Ziegenbein, Schatzmeister
· Jost Rünger, Schriftführer
· Kathrin Mucke, Beisitzerin
· Dietrich Rose, Beisitzer

Nachfolgekandidatinnen sind Else Junghanns und Waltraud Hebestreit.
Zur Eröffnung der Versammlung sang Brigitte Roth, von Nivia Hillerin-Filges am Klavier begleitet, das Lied „Summertime“ von George Gershwin.
Erstmals bezog sich der Jahresbericht des Vorsitzenden Dr. Götz Ehrhardt nicht auf die Spielzeit des Theaters sondern auf das Kalenderjahr 2010. Der Förderverein hat aktuell 124 Mitglieder. Dr. Götz Ehrhardt zog eine ansehnliche Bilanz dank zahlreicher und vor allem erfolgreicher Aktivitäten des Fördervereins, wie
· die Bewirtschaftung der Kaffeestube zum Bühnenball,
· die Betreibung des Verkaufstandes im Theaterfoyer mit vorstellungsbezogener Literatur und CD’s zu allen Vorstellungen des Theaters Nordhausen und zu den Thüringer Schlossfestspielen in Sondershausen,
· die Durchführung der öffentlichen Veranstaltungen „Montags im Da Capo“ mit Joshua Farrier (2/10), Wolfgang Rauschning (3/10), Anton Leiß-Huber (4/10) und Elena Pierini (11/10),
· die Unterstützung bei der Finanzierung des internationalen Tanzfestivals „Gala TanzArt ostwest“ (Mai 2010),
· die Bewirtschaftung des Kuchenstandes zum Theaterfest am Tag des offenen Denkmals (September),
· die Mitwirkung bei der Kandidatenauswahl für den Nordhäuser Theaterpreis,
· die Bewirtschaftung des Glühweinstandes zum Adventskalender des Theaters, erstmals über die gesamte Adventszeit.
Dr. Götz Ehrhardt richtete seinen Dank an alle aktiven Mitglieder. Besonderen Dank sprach er Frau Kerstin Göpffarth aus, die er im Rahmen der Mitgliederversammlung aus dem Vorstand herzlich verabschiedete. Zum Schwerpunkt künftiger Arbeit erklärte er die Gewinnung von neuen Mitgliedern jüngeren Alters und die Gewinnung von Mitstreitern bei der Besetzung des Buch- und CD-Verkaufsstandes im Foyer zu den Theateraufführungen.
Bernd Illhardt
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