 |
       |
|
|
|
| |
News
| 15. 04. 2013 |
 |
MONTAGS IM DA CAPO |
| |
|
|
Thomas Kohl – Wurzeln geschlagen in Nordhausen
Wie wird ein Mecklenburger, 1967 geboren in der theaterlosen Stadt Neubrandenburg, Opernsänger am bedeutendsten, weil einzigstem Theater in Nordthüringen, nämlich dem Theater Nordhausen mit einem Einzugsgebiet von umworbenen 600 000 potenziellen Besuchern aus dem Südharz, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen? Indem er zunächst einen „anständigen“ Beruf erlernt – Elektroinstallateur (1983-1986), eine Berufswahl mit Weitsicht, wie sich noch zeigen wird. Bevor Angela Kalms und Dr. Götz Ehrhardt in das Interview mit Thomas Kohl einsteigen, singt er für das Publikum im Da Capo aus dem italienischen Liederbuch von Hugo Wolf (1860-1903), dem „Wagner des Liedes“, das Lied „Geselle, woll’n wir uns in Kutten hüllen“, – am Klavier begleitet von der reizvollen Ayako Matuschka (Japan). Mit solchem Liedgut verbindet der gemeine Besucher des Theaters Nordhausen seine Kenntnisse über das Repertoire von Thomas Kohl eher nicht. Eine Spezialität, die man exklusiv nur „Montags im Da Capo“ beim Förderverein des Theaters Nordhausen erleben kann. Danach plaudert er locker aus dem Nähkästchen.
Sein Vater stammte aus Lemberg und arbeitete als Handwerksmeister. Die Mutter war Sachbearbeiterin. Das musikalische „Hardware“-Potenzial der Familie Kohl fristete sein Dasein ungenutzt im Keller – es bestand aus einer Geige und einem Flügelhorn. Eine musikalische Karriere des jüngsten Kindes Thomas, neben zwei weiteren Brüdern und einer Schwester, war also von Hause aus nicht absehbar. Der schulische Musikunterricht war niveaulos und erweckte seine schlummernden musischen Veranlagungen ebenso wenig. Dafür fühlte sich der junge Thomas mehr dem Sport hingezogen. Seine Interessen galten dabei dem Boxen, Fußball, Handball und der Leichtathletik. Heute richtet er seine sportlichen Aktivitäten auf Radfahren und Wandern.
Mit vierzehn Jahren begann Thomas Gitarre zu spielen. Außer einer einstündigen Einweisung hat er aber niemals Gitarrenunterricht genommen. Seine selbst erarbeiteten Fertigkeiten hat er nicht für sich behalten – er sang und spielte mit einer Band, in der Schule und in der Kirche.
An dieser Stelle unseres Interviews greift Thomas Kohl nach seiner nicht zufällig im Raum anwesenden Gitarre und spielt und singt uns als Premiere für die Nordhäuser Öffentlichkeit das Lied „Spar deinen Wein nicht auf für morgen“ von dem Liedermacher Gerhard Schöne.
Ebenfalls anwesend im Raum und vom Publikum herzlich begrüßt seine Frau Gabi, die Thomas auf der Silvesterparty 1983 kennen lernte. Im Interview kommt er immer wieder mit Stolz auf sie zu sprechen, in Liebe und mit Dankbarkeit.
Aus seiner Mitwirkung in der schon erwähnten Band ergab es sich, dass Thomas 1 ½ Jahre lang privaten Gesangsunterricht nahm. Schon in der zweiten Stunde fragte ihn seine Lehrerin, ob er sich vorstellen könne, Gesang zu studieren. Diese Gesangslehrerin war übrigens vormals am Theater Nordhausen beschäftigt gewesen. Zum Gesangsunterricht nahm er dann noch den obligatorischen Klavierunterricht auf. Im Frühjahr 1987 bestand Thomas Kohl seine Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Die bestandene Prüfung und der zugesagte Studienplatz waren für ihn der entscheidende Anlass dafür, sich ein eigenes Klavier anzuschaffen. Vor dem Studium musste Thomas aber zunächst seine Wehrpflicht bei der Nationalen Volksarmee ableisten, wo er ab 10/87 als Sprechfunker diente.
Ab Herbst 89 nahm Thomas sein Gesangsstudium (Bass) in Berlin auf, bei Professor Günther Leib, einem international bekannten und preisgekrönten Opernsänger (Bariton). Günther Leib hatte übrigens eines seiner ersten Engagements Anfang der 50er Jahre am Theater Nordhausen. Ab dem 2.Studienjahr wirkte Thomas in Produktionen der Musikschule mit – seinen ersten Auftritt hatte er im Schauspielhaus in Berlin am Gendarmenmarkt in Mozarts erster Oper „Apollo und Hyacinthus“. Während des Studiums wechselte Thomas vom Bass zum Bassbarition, was er als einen „normalen Vorgang“ bezeichnete.
Während seines Studiums absolvierte Thomas auch einen Kurs bei der Gesangspädagogin Elisabeth Schwarzkopf. Über sie wird in Wikipedia geschrieben: “Sie galt als eine der führenden Sopranistinnen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In den 1980er Jahren begann Schwarzkopf Gesang in ihren Meisterklassen zu unterrichten. Ihre rücksichtslose Härte gegenüber sich selbst forderte sie ebenso von ihren Schülern, zudem einen bedingungslosen Willen zur Klarheit der Artikulation, der Phrasierung und zur stimmlichen Perfektion. So sehr ihre Kurse gefürchtet waren, so begehrt waren andererseits die damit erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten.“
Thomas hat auch bereits als Student bei der ZBF (Zentrale für Bühnen-, Fernseh- und Filmvermittlung der Bundesanstalt für Arbeit) vorgesungen. Daraus ergab sich eine Gastrolle am Theater Nordhausen (2. Strolch in „Die Kluge“).
Weitere wichtige Erfahrungen erwarb sich Thomas mit seiner Teilnahme am „Rheinsberg-Festival“ im Jahr 1995 in der Rolle als Musiklehrer in „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss. „Die Kammeroper Schloss Rheinsberg" ist ein vom Komponisten Siegfried Matthus initiiertes und geleitetes internationales Opernfestival in Rheinsberg, in dem jungen Künstlern im Ergebnis eines Vorsingewettbewerbes die Möglichkeit eröffnet wird, unter Anleitung von Mentoren Opernpartien einzustudieren und diese aufzuführen. Das Festival findet seit 1991 jährlich in den Monaten Juli/August statt“ (Wikipedia).
Nach dem Abschluss des Studiums erhielt Thomas Kohl ab der Spielzeit 1995/96 ein festes Engagement in Nordhausen. Das war für ihn Anlass, mit seiner Familie von Berlin nach Nordhausen umzuziehen, wo er heute noch wohnt. Seit dem hat er hier 49 Partien erarbeitet – Oper, Operette, Musical, hat in allen wichtigen Oratorien, Requien und Messen gesungen. In den ersten Monaten dieses Jahres sang Thomas den Roucher in der Oper „André Chénier“ von Umberto Giordano, aktuell singt er mit besten Voraussetzungen als ausgebildeter Elektroinstallateur, in einer Kooperation mit der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei, den Nordhäuser Elektriker Roland Richter in dem hochprozentigen Lustspiel „Trinke! Was klar Ist!“ von Achim Lenz. Eine weitere Rolle spielt Thomas derzeit als Opa Nils in der Oper für Kinder „Kannst du pfeifen, Johanna?“ von Alexander Stessin, nach dem schwedischen Kinderbuch von Ulf Stark.
Auf die Frage nach seiner Wunschpartie antwortet Thomas Kohl ohne überlegen zu müssen: den Figaro von Mozart! Um dem Nachdruck zu verleihen, singt er uns zum Abschied die Arie des Figaro „Se vuol ballare , Signor Contino“ (Will der Graf ein Tänzchen nun wagen). Wir sind alle begeistert und wünschen uns und ihm, dass Thomas auch weiterhin, siehe Überschrift, in Nordhausen verwurzelt bleibt. Der Intendant hat’s vernommen. Und er hat noch mehr vernommen, nämlich, dass die Reihe Montags im Da Capo (vormals Montags im Foyer) seit nunmehr 10 Jahren von den beiden Initiatoren Angela Kalms und Dr. Götz Ehrhardt mit viel Liebe moderiert, vor allem aber auch vorbereitet wird. Dafür ein dickes Dankeschön vom Intendanten Lars Tietje, vom Förderverein Theater Nordhausen und vom treuen Publikum. Bitte weiter machen!
Bernd Illhardt
Fotos dieser Veranstaltung finden Sie auf unserer Internetseite unter „Galerie“.
|
| 06. 03. 2013 |
 |
Vorstandswahl |
| |
|
|
Neuer Vorstand
In der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Theater Nordhausen e.V. am 6. März 2013 wurden folgende Mitglieder in den Vorstand gewählt:
· Barbara Rinke, Vorsitzende
· Wolfgang Asche, 1. stellvertretender Vorsitzender
· Lars Tietje, 2. stellvertretender Vorsitzender (satzungsgemäß)
· Uwe Ziegenbein, Schatzmeister
· Jost Rünger, Schriftführer
· Dietrich Rose, Beisitzer
· Dr. Götz Ehrhardt, Beisitzer
Nachfolgekandidaten sind Kathrin Mucke und Waltraud Hebestreit.
Vor der Wahl hatte der bisherige Vorsitzende, Herr Dr. Götz Ehrhardt, erklärt, dass er weiterhin für den Vorstand zu kandidieren bereit sei, aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für die Funktion als Vorsitzender.

v.l. Lars Tietje, Kathrin Mucke, Wolfgang Asche, Jost Rünger, Dietrich Rose, Barbara Rinke (Vorsitzende), Dr. Götz Ehrhardt, Waltraud Hebestreit, Uwe Ziegenbein
|
| 28. 01. 2013 |
 |
MONTAGS IM DA CAPO |
| |
|
|
Michael Ellis Ingram – Schaffner oder Dirigent
Sein Kindheitstraum war es, Schaffner zu werden – auf Englisch conductor. Tatsächlich ist M. E. Ingram Dirigent „geworden“, auf Englisch ebenfalls conductor. Ein Wort für zwei Bedeutungen, zwischen denen Welten liegen, aber immerhin Anlass zum Schmunzeln geben, wenn sie so wie bei M. E. Ingram in einer Person zusammentreffen. Für das Nordhäuser Theaterpublikum ist es aber ein Gewinn, dass M. E. Ingram sich heute im Theaterrestaurant „Da Capo“ als Dirigent und 1.Kapellmeister des Loh-Orchesters den Fragen der Interviewer Angela Kalms und Dr. Götz Ehrhardt stellt. Als Schaffner hätten wir ihn wohl kaum jemals kennen gelernt. Und das wäre unzweifelhaft ein Verlust für uns alle gewesen.
Zur Begrüßung spielte M. E. Ingram auf dem Klavier das Frühlingslied „Spring“ von dem noch lebenden amerikanischen Komponisten Dominick Argento. Danach gleitender Übergang zur unterhaltsamen Befragung zu seiner Person:
· geboren 1985 in Columbia (Missouri);
· Vater: Arzt (Pathologe) am Uni-Klinikum Columbia, spielt verschiedene Instrumente;
· Mutter: Journalistik-Abschluss, betreut im „Omi-Haus“ eine Stiftung für Kinder aus der Innenstadt (sozialer Brennpunkt)
· Drei Schwestern (zwei älter, eine jünger als M. E.): haben Musikunterricht bekommen, M. E. aber nicht;
M. E. lebte bis zum Abitur 2003 bei seiner Familie in Columbia. In der Kindheit war der Flügel im Elternhaus im erweiterten Sinne sein liebstes Spielzeug. Mit 8 Jahren lernte er wie jedes Kind in Amerika als erstes Instrument Blockflöte, mit 11 Jahren Trompete und mit 15 Jahren schließlich Oboe. Dieses Instrument faszinierte ihn so sehr, dass er zu sich selbst sagte: „Das ist es!“ Dem Publikum im Da Capo beschrieb er seine Faszination mit den Worten „Ich konnte sprechen mit dem Instrument“. Dazu hatte er mit 15 auch schon Unterricht in Dirigieren, Komposition, Gehörbildung, Harmonie- und Formenlehre. Hobbymäßig beschäftigte sich M. E. außerdem noch bis zum 16. Lebensjahr mit Malen und Zeichnen, wobei ihn seine Mutter zusätzlich förderte. Mit knapp 16 Jahren hatte M. E. einen tollen Musiklehrer, der ihm ein Aha-Erlebnis beschert hat: das Dirigieren. M. E. wurde Assistent des Dirigenten mehrerer Schulorchester und ein Jahr später künstlerischer Leiter eines Anfängerorchesters.
2003 begann M. E. sein Musikstudium in Boston, das er 2008 mit dem Bachelor of Music in Oboe, Klavier und Dirigieren und im Nebenfach Deutsch abschloss. Warum Deutsch? Weil er Dirigent werden wollte und die überaus ausführlichen Erläuterungen für Dirigenten von Gustav Mahler in dessen Kompositionen besser verstehen wollte. Und weil er seine musikalische Fortbildung unbedingt in Deutschland machen wollte. Während des Bachelorstudiums nahm M. E. regelmäßig an Streicherproben teil – warum? Streicher sind das entscheidende Glied im Orchester. Sein Fazit: „Ich kann zwar trotz der fünf Jahre Probenteilnahme immer noch nicht gut Geige spielen, aber ich habe gelernt, wie schwierig es ist, das Instrument gut zu spielen.“ Nach Boston wollte M. E. eigentlich sofort nach Deutschland. Sein diesbezüglicher Antrag auf ein Stipendium wurde aber abgelehnt. Daraufhin ging er für zwei Jahre nach Washington DC, wo er den Masterabschluss im Orchesterdirigieren erwarb. Während des Studiums war M. E. als Dozent, Assistent Dirigieren und künstlerischer Leiter des Repertoire-Orchesters tätig. Sein 2010 erneut gestellter Antrag auf ein Stipendium für Fortbildung in Deutschland wurde abermals abgelehnt. Daraufhin knackte er sein Sparschwein und kaufte sich ein Flugticket nach Deutschland. M.E. wollte unbedingt nach Leipzig, wegen der Musiktraditionen dieser Stadt (Johann Sebastian Bach, Robert Schumann) und wegen der Hochschule für Musik in Leipzig. Die Informationen über Leipzig hatte er während des Masterstudiums von einem Lehrer, der für einige Zeit im Gewandhausorchester gespielt hat, und aus dem Internet zusammengetragen. Mit nichts weiter als Gepäck und einem Vorspieltermin kam M. E. in Leipzig an. Innerhalb von drei Wochen hatte er die Weichen für seinen Aufenthalt und seine Tätigkeit in den nächsten zwei Jahren in Leipzig gestellt. Am 200. Geburtstag von Robert Schumann, am 8. Juni 2010, hat M. E. seine Aufnahmeprüfung für das Meisterklassenstudium an der Hochschule für Musik in Leipzig bestanden.
Seine erste Berührung mit der Oper hatte M. E. mit 13/14 Jahren – mit Wagners „Rheingold“. Er fand sie damals wörtlich: „abstoßend“. Sein Schlussprojekt in Leipzig war dann das „Rheingold“ – welch eine Metamorphose, c’est la vie. Das Schlüsselerlebnis in Bezug auf Oper war für M. E. der „Rosenkavalier“, der in ihm eine wahre Begeisterung auslöste.
Nach dem Abschluss der Meisterklasse in Leipzig 2012 reiste M. E. für sieben Wochen nach Amerika. „Dort habe ich mich wie ein Besucher gefühlt“, nach seiner Rückkehr nach Leipzig machte er den Ausspruch „ich bin wieder zu Hause“, und das, obwohl gerade ein in Aussicht gestelltes Zusatzjahr in Leipzig geplatzt war. Sein Professor hatte aber eine Empfehlung, keine Ersatzlösung, parat: die Stellenausschreibung der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH für den 1. Kapellmeister. Volltreffer! Kurzfristige Einladung zum Vordirigat nach Sondershausen – Zuschlag – 1. Kapellmeister ab Spielzeit 2012/2013. Start mit Operngala, Theaterfest, Assistenz/Nachdirigat „Hänsel und Gretel“, musikalische Leitung Ballett „Don Quichotte“ (erste eigene Produktion), Operette „Der Graf von Luxemburg“ (M. E.: „Operetten sind am schwierigsten zu dirigieren“), diversen Konzerten, Assistenz/Nachdirigat „André Chénier“. In Vorbereitung befindet sich das Musical „Aida“ von Elton John, zu dem M. E. die musikalische Leitung haben wird (Premiere 22. März 2013).
Kurze Frage – Kurze Antwort:
Lieblingskomponist: Robert Schumann
Lieblingsoper: Cosi fan tutte
weitere Musikvorlieben: Motown-Musik der 50er und 60er (The Jackson 5, Michael Jackson ...)
Motto: Geh in der Verwandlung ein und aus (Rilke)
Stärke: Geduld
Entspannung: Shakespeare lesen
Wohin wird die Reise gehen? „Ich bin sehr zufrieden, in einem Opernhaus gelandet zu sein. Das ist das Beste, was man haben kann.“
Bleibt noch festzuhalten, dass Michael Ellis Ingram ausgezeichnet Deutsch spricht und selbst grammatische Finessen wie „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ perfekt beherrscht. Eine Kostprobe der besonderen Art gab er dem Publikum mit der Rezitation von Auszügen aus den „Sonetten an Orpheus“ von Rainer Maria Rilke, den er besonders verehrt. Zum Abschied spielte M. E. auf dem Klavier Ausschnitte aus dem „Album für die Jugend“ von Robert Schumann.
Der Theaterförderverein bedankt sich bei Michael Ellis Ingram sehr herzlich für das Interview und wünscht ihm eine gute Zeit in Nordhausen/Sondershausen.
Bernd Illhardt
Fotos dieser Veranstaltung finden Sie auf unserer Internetseite unter „Galerie“.
|
| 15. 10. 2012 |
 |
MONTAGS IM DA CAPO |
| |
|
|
Elena Puszta – Start mit Suzuki
Suzuki – Auto oder Motorrad? Nein, Geige! Geige? Ja, Geige. Was hat Geige mit Suzuki zu tun? Des Rätsels Lösung – Elena hat als Dreijährige begonnen, mit der Suzuki-Methode das Geigespielen zu erlernen, nach dem Motto: anhören und nachahmen.
„Die Suzuki-Methode ist eine Methodik, Kindern bereits im Vorschulalter das Violinespielen zu lehren. Sie wurde nach ihrem Gründer, dem Violinenpädagogen Shinichi Suzuki, benannt. Die markantesten Unterschiede der Methode zu anderen Lehrmethoden bestehen in der intensiven Einbeziehung eines Elternteils, der das Üben des Kindes zu Hause leitet, der systematischen Erarbeitung eines von Suzuki entwickelten festen musikalischen Repertoires und einer starken Betonung des Spielens in der Gruppe.“ (Quelle: Wikipedia)
Ihre musische Veranlagung wurde der 1985 in Berlin geborenen Elena von ihren Eltern mit in die Wiege gelegt. Der Vater , ein Ungar, aha – daher der Name Puszta, ist freischaffender Karikaturist und die aus dem Rheinland stammende Mutter ist Musikpädagogin.
Aber der Reihe nach. Zu Beginn des ersten Abends „Montags im Da Capo“ in der neuen Spielzeit 2012/2013 begrüßte Elena Puszta die erwartungsvollen Gäste mit dem „Musetta-Walzer“ aus La Bohème von Giacomo Puccini. Mit ihrer klaren und kräftigen Stimme erfüllte sie das vollbesetzte Restaurant bis an die entferntesten Plätze und begeisterte die Zuhörer. Am Klavier wurde sie dabei begleitet von der neuengagierten reizenden Japanerin Ayako Matuschka. Danach nahmen Angela Kalms und Dr. Götz Ehrhardt in bewährter Manier das Heft in die Hand und drangen im Interview mit Elena in ihr noch junges Künstlerleben ein. Die quirlige Elena hielt dabei nicht zurück, sie trug ihr Herz quasi auf der Zunge und plauderte unbekümmert auch aus dem Nähkästchen. Das brachte ihr zweifellos uneingeschränkte Sympathien aus dem Publikum und Angela Kalms einmal zu der mit Schmunzeln an das Publikum gerichteten Bitte: “Das muss aber unter uns bleiben.“ Die Chemie zwischen Elena und Publikum war sehr schnell hergestellt und konnte besser nicht sein.
Also, mit drei Jahren begann Elena auf der Geige zu spielen. Mit 3½ Jahren hatte sie in der Gruppe mit anderen gleichaltrigen Kindern ihre ersten Auftritte, u.a. beim Bürgermeister in Rom. Es folgten zahlreiche weitere Auftritte.
1990 übersiedelte die Familie in die Heimat des Vaters nach Budapest, kehrte aber nach einem Jahr nach Deutschland zurück und nahm ihren Wohnsitz in Köln. Hier besuchte Elena die Schule bis zum Abitur im Jahre 2004, und sie spielte weiter Geige (Musikschule und Geigenorchester). 1993 begann sie 8-jährig mit dem Klavierspielen. Mit 11 Jahren, 1996, hatte Elena ihr erstes sogenanntes Schlüsselerlebnis – „Grease“ in Köln. Mit Folgen. Sie nahm zusätzlich Ballettunterricht in ihr Programm auf. Ihr Wochenplan sah dann so aus: 3x Ballett, 1x Klavier, 1x Geige. Ab 1999 nahm Elena Gesangsunterricht für Musical. In diesem Zusammenhang ergab sich ihr zweites Schlüsselerlebnis – sie lernte eine finnische Metal Band mit einer Opernsängerin als Frontfrau kennen. Von nun an wollte auch sie Opernsängerin werden. Für die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule Köln 2005 nahm sich Elena ein Jahr lang Zeit, da sie die Prüfung im ersten Anlauf schaffen wollte. Parallel war sie an der Uni Köln im Fach Musikwissenschaft eingeschrieben. Nach absolvierter Aufnahmeprüfung musste sie an der Musikhochschule in den vier Semestern viel pauken. Ab dem 5. Semester wirkte sie in Hochschulproduktionen mit z.B. als Königin der Nacht und als Pamina in der „Zauberflöte“ von Mozart mit. In „Hoffmanns Erzählungen“ von Offenbach sang sie die Rollen aller drei Geliebten Hoffmanns (Olympia, Antonia, Giuletta) in ein und derselben Aufführung. Ihr Diplom erwarb Elena 2011. Schon vor Abschluss des Studiums bewarb sich Elena zum Vorsingen, z.B. für das Opernstudio in München. Dort wurden von 800 Bewerbern 40 zum Vorsingen eingeladen, sie war dabei. Es klappte aber letztlich nicht mit München. Heute kommentiert sie das so: „Dafür bin ich jetzt in Nordhausen“. In Nordhausen hatte sie im November 2010 für die Rolle der Rosina in der Schlossfestspielproduktion der “Barbier von Sevilla“ vorgesungen. Für diese Produktion wurde sie nicht engagiert, aber sie bekam ein Angebot für ein Festengagement am Theater Nordhausen. Inzwischen konnte das Publikum sie in vielen Produktionen erleben: in „Prinzessin Anna oder wie man einen Helden findet“, „Casanova“, „Peter Grimes“, „West Side Story“, „Entführung aus dem Serail“ (Schlossfestspiele Sondershausen), „Hänsel und Gretel“, demnächst im „Graf von Luxemburg“ – Premiere am 16. November.
Parallel zu ihrem Engagement absolviert Elena einen Masterstudiengang an der Musikhochschule in Köln. Ihr Wunsch wäre es, im italienischen Fach zu singen – ihre Lieblingskomponisten sind Mozart und Puccini – ihre Traumrolle ist die Gilda in „Rigoletto“ von Verdi.
Für das Publikum im Da Capo sang Elena im Verlaufe des Abends eines der bekanntesten Brahmslieder, das Lied „Von ewiger Liebe“ und zum Ausklang noch die Ballade „Unforgettable“ von Kurt Weill aus dem Musical „Lady in the Dark“.
Elena Puszta ist beim Nordhäuser Publikum angekommen. Wir bedanken uns bei ihr für den schönen Abend im Da Capo und wünschen ihr und uns noch viele schöne Rollen am Theater Nordhausen.
Bernd Illhardt
Fotos dieser Veranstaltung finden Sie auf unserer Internetseite unter „Galerie“.
|
| 29. 03. 2012 |
 |
Mitgliederversammlung |
| |
|
|
Wir sind für unser Theater da
Zur Eröffnung der Versammlung sang Elena Puszta, Hauptdarstellerin in dem zur Zeit erfolgreich am Theater laufenden Leonard Bernstein Musical „West Side Story“. Am Klavier wurde sie dabei begleitet von Kolja Hosemann.
Nachfolgend zog der Vorsitzende des Fördervereins Dr. Götz Ehrhardt in seinem Jahresbericht Bilanz über das Kalenderjahr 2011. Der Zweck des Vereins ist die Förderung und Unterstützung des Theaters Nordhausen. Im Laufe des Jahres 2011 erhöhte sich die Zahl der Mitglieder von 124 auf 132. Die Herkunft unserer Mitglieder erstreckt sich über die Grenzen des Landkreises Nordhausen hinaus bis nach Niedersachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Berlin. Als gemeinnütziger Verein sind wir bestrebt, durch vielfältige Aktivitäten unserer Mitglieder einen spürbaren Beitrag zu leisten, das Erlebnis Theater für unsere Besucher mit zusätzlichen Attraktionen zu bereichern oder schlichtweg dem Haus bei der Erneuerung von Teilen seiner Ausstattung zu helfen. Erinnert sei an Anschaffungen vergangener Jahre wie ein neuer Bühnenvorhang, Leuchter für das Foyer im ersten Rang, Teppichläufer für die Treppenaufgänge zum ersten Rang, EDV-Technik für den Besucherservice.
Auszugsweise einige Schwerpunkte aus dem Jahr 2011:
· Betreibung des Verkaufstandes im Theaterfoyer mit vorstellungsbezogener preiswerter Literatur und CDs zu allen Aufführungen von Opern, Operetten, Musicals und Sinfoniekonzerten; einen gleichartigen Stand betreibt der Förderverein auch bei den Schlossfestspielen in Sondershausen – hier wurden 2011 zusätzlich Sitzkissen in praktischen Tragetaschen mit Multifunktion verkauft.
· Durchführung unserer traditionellen Veranstaltung „Montags im Da Capo“, in der Mitglieder des Ensembles oder Angestellte aus anderen Bereichen des Hauses auf unterhaltsame Art und in angenehmer Atmosphäre interviewt werden. Und - die Künstler präsentieren Proben ihres Könnens. Diese Veranstaltung ist öffentlich und kostet keinen Eintritt.
Unsere Gäste 2011 waren: der neue Studioleiter und Kapellmeister Kolja Hosemann, der amerikanische Tenor Marvin Scott, die Leiterin des „Tanzstudios Radeva“ Frau Radeva und der australische Bass Bariton Abraham Singer. Da zunehmend Sänger, Musiker und Tänzer aus dem Ausland zu uns nach Nordhausen kommen, erfahren wir auch vieles über die Lebensgewohnheiten in den fremden Ländern. Ausführliche Berichte über die Da Capo - Abende und andere Vereinsangelegenheiten stehen im Internet unter www.theater-nordhausen/foerderverein.
· Durchführung des jährlichen Sommerfestes im Theatergarten als Dank des Fördervereins an die Theatermitarbeiter. Stargäste waren die beiden Hauptdarsteller des Gershwin – Musicals „Crazy for You“, Femke Soetenga (Niederlande) und Gaines Hall (USA).
· Nordhäuser Theaterpreis – der Vorstand des Fördervereins hat gemeinsam mit dem Betriebsrat des Theaters und der Intendanz die ehrenvolle Aufgabe dem Kuratorium der Kreissparkasse Nordhausen einen Vorschlag für den Theaterpreis zu unterbreiten. Der Preis für das Jahr 2011 wurde im Rahmen der Operngala am 3. September 2011 der Leiterin des Jugendtheaters, Frau Bianca Sue Henne überreicht.
· Bewirtschaftung des Kuchenstandes zum Theaterfest am Tag des offenen Denkmals (11.September); wegen eines Unwetters nahm die Veranstaltung leider ein vorzeitiges Ende.
· Bewirtschaftung des Glühweinstandes zum Adventskalender des Theaters über die gesamte Adventszeit.
Der Förderverein hat 2011 aus Mitgliedsbeiträgen, aus seinen Verkäufen, aus Spendeneinnahmen sowie anderen Zuwendungen 22.400 € eingenommen. Davon wurden zur Förderung und Unterstützung des Theaters unter anderem ausgegeben: für eine Klavierbank 1.000 €, das Projekt „TanzArt ostwest“ 800 €, die Oper „Die Geschichte vom Soldaten“ 600 €, Blumenschmuck für die Operngala 100 €.
Dr. Götz Ehrhardt richtete seinen Dank an alle aktiven Mitglieder. Dank auch all denjenigen, die unsere Arbeit finanziell oder mit Sachleistungen unterstützt haben. Selbstverständlich danken wir auch dem Theater, ohne das manche unserer wohlgemeinten Aktivitäten nicht realisierbar oder nicht so unterhaltend gewesen wären. Zum Schwerpunkt künftiger Arbeit erklärte er die Gewinnung von neuen Mitgliedern jüngeren Alters und die Gewinnung von Mitstreitern bei der Besetzung des Buch- und CD-Verkaufsstandes im Foyer zu den Theateraufführungen sowie für den Glühweinstand zum Adventskalender des Theaters.
Bernd Illhardt
|
| 23. 01. 2012 |
 |
MONTAGS IM DA CAPO |
| |
|
|
Marian Kalus – Trompeter – Komponist – Konditor – Opernsänger
Das ist ein Bayer? Mit so einem Namen? Spricht auch noch deutsch! Ein Tenor ohne Pavarotti-Figur – ist von eher zartem Wuchs.
Er ist wirklich ein waschechter Bayer, auch wenn man es nicht hört, wenn er spricht, 1980 geboren in München, und dort aufgewachsen! Der Ursprung seines Namens Kalus stammt von seinen väterlichen Vorfahren aus Schlesien.
Diesen bayrischen Jung-Tenor hat es 2011 an das Theater Nordhausen verschlagen. Zum Auftakt im Da Capo präsentiert Marian Kalus dem Publikum gleich eine Probe seines Könnens mit der Arie des Paris aus der Operette „Die schöne Helena“ von Jacques Offenbach und hat damit das Publikum schon erobert. Der Abend fängt gut an.
Dann beginnen Angela Kalms und Dr.Götz Ehrhardt das Interview mit unserem Gast. Locker und frei heraus plaudert Marian aus seinem Leben. Wir erfahren, dass Marian noch drei Brüder und drei Halbschwestern hat. Sein Vater besitzt eine Firma in der IT-Branche. Seine Mutter sang in einem Kirchenchor. Als er drei Jahre alt war, nahm sie ihn mit in ein Konzert, wo er sich spontan für Trompete begeisterte. Mit Folgen! Er wollte Trompeter werden. Mit acht Jahren nahm Marian beim Kantor der Kirchgemeinde den Trompetenunterricht auf. Später wechselte er zu einem Privatlehrer. Mit 10 Jahren kam noch kurzzeitig Klavierunterricht dazu und mit 13 sang er im Erwachsenen-Kirchenchor. Auch im Stepptanz hat sich Marian probiert. Zum Fußball hatte er niemals Ambitionen – trotz Bayern München. Mit 18 war sein großes Ziel immer noch, Trompeter zu werden. Dieser Traum platzte allerdings beim Vorspielen für die Aufnahmeprüfung.
2001 bis 2003 Übergangszeit in Papas Firma – Entscheidungsfindung, wie soll es weitergehen? Zunächst mit Komponieren von Klingeltönen für Siemens, Jubiläumsmusik für den ADAC, Werbemusik für BMW. Der junge Mann entwickelt Interesse für das Komponieren von Filmmusik. Erwägt aber auch den schmackhaften Beruf des Konditors. Auf seine Bewerbung zum Studium der Filmmusik an der Musikhochschule München wurde er gar nicht erst eingeladen. Da kam ihm die glorreiche Idee, als Grundlage für die Filmmusik die Theorie und Praxis des Gesangs zu studieren. Gesangsunterricht hatte er schon länger. Also Bewerbung in Augsburg, Hauptfachprüfung im ersten Anlauf bestanden, Gesangsstudium 2003 begonnen.
An dieser Stelle des Interviews gab Marian seine zweite musikalische Einlage, am Klavier begleitet von Elena Pierini sang er das neapolitanische Lied „L’Ultima Canzone“ von Francesco Paolo Tosti – ein wahrer Ohrwurm.
Sein Gesangslehrer in Augsburg, James Taylor, soll mal gesagt haben: “Herr Kalus glaubte selbst, dass er Konzertsänger werden würde.“ Opernsänger zu werden war tatsächlich nicht sein erklärtes Ziel. Der Gesang sollte nur als Zweck dienen, um Komponist oder kirchlicher Sänger zu werden. Es sollte aber anders kommen. Wie sagt man so schön: Der Appetit kommt beim Essen. Und das Essen waren im Falle von Marian Mitwirkungen an Opernaufführungen in Augsburg, in denen er im ersten Semester in einer Hochschulproduktion der „Zauberflöte“ von Mozart die Partie des Monostatos und im dritten Semester am Theater Augsburg in „Romeo et Juliett“ von Gounod die Partie des Tybalt sang. Die Theateratmosphäre hat Marian so sehr begeistert, dass sie seinen weiteren Weg entscheidend beeinflusste. Nach dem Vordiplom in Augsburg wechselte Marian mit erneuter Aufnahmeprüfung an die Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin. Neben dem Studium in Berlin jobbte Marian in einer Berliner Musiksoftwarefirma und wirkte zehn Drehtagelang in einer Nebenrolle in dem 2008 „Oscar“-gekrönten österreichischen Film „Die Fälscher“ mit. In dem Film ging es um das größte Geldfälschungsprogramm der Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkrieges. Das Gesangsstudium beendete er 2010. Marian begann sich mit Vorsingen in Opernstudios und kleinen Häusern zu bewerben. Dabei verspürte er an den verschiedenen Häusern sehr unterschiedliche Empfindungen. Schließlich bekam er von der Künstlervermittlung der Arbeitsagentur den Tipp, dass in Nordhausen ein Tony für die „West Side Story“ gesucht wird. Als Marian in Nordhausen zum Vorsingen antreten wollte, stand sein Name nicht auf der Liste. Dumm gelaufen, die Agentur hatte versäumt, ihn anzumelden und seine Unterlagen zu versenden. Die Situation wurde aber trotzdem gerettet. Marian bekam unerwartet Gastverträge für Partien in Aufführungen, die zeitlich wesentlich vor der „West Side Story“ gespielt wurden (Beppo in „Bajazzo“ und Gherardo in „Gianni Schicchi“). Seit Sommer 2011 ist Marian Kalus festes Ensemblemitglied. Bisher spielte er den Helden in „Prinzessin Anna oder wie man einen Helden findet“, ein Musiktheater für Kinder von Jakob Vinje, den Narcisso in der Operette „Casanova“ von Paul Lincke, zurzeit den Bob Boles in der Oper „Peter Grimes“ von Benjamin Britten und demnächst den Tony in der „West Side Story“ von Leonard Bernstein, sowie im Rahmen der Thüringer Schlossfestspiele in Sondershausen den Pedrillo in dem Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Marian ist ein viel beschäftigter Tenor am Theater Nordhausen!
Seine Traumrolle hat er uns auch verraten: den Romeo in „Romeo et Juliett“ von Gounod.
Und er hat uns auch verraten, dass er eine Freundin hat, eine Geigerin, die er beim Studium kennen gelernt hat. Leider sehen sie sich nicht so oft, weil sie viele internationale Gastspiele gibt.
Nach dem Interview musste sich Marian noch sehr vielen Fragen aus dem Publikum stellen. Für das gezeigte Interesse bedankte er sich zur Verabschiedung mit dem Lied „Now sleeps the crimson petal“ von Roger Quilter. Der Förderverein Theater Nordhausen dankt Marian Kalus für den außerordentlich interessanten und schönen Abend im Da Capo und wünscht ihm noch viele Erfolge in seiner weiteren Karriere.
Bernd Illhardt
Fotos dieser Veranstaltung finden Sie auf unserer Internetseite unter „Galerie“.
|
>>
Archiv anzeigen
|
|
|
|
|
  |
|