Wolfgang Amadeus Mozart gilt als vielleicht größter Stern am Komponistenhimmel. Zu seinen stärksten Bewunderern gehörte der über 100 Jahre später geborene Richard Strauss, obwohl der mit Werken wie „Salome“ und „Elektra“ die romantische Klangsprache bereits an ihre äußersten Grenzen getrieben hatte. Strauss’ frühe Bläserserenade op. 7 und sein letztes Bühnenwerk „Capriccio“ (1942) zeugen von dieser großen Verehrung, ohne Mozarts Musik einfach nachzuahmen.
Von Mozart selbst erklingen zwei instrumentale Glanzlichter: Sein einziges Klarinettenkonzert lässt das Soloinstrument wie eine menschliche Stimme singen. Mozart schrieb die bezaubernde Musik in seinem Todesjahr 1791. Nur drei Jahre zuvor brachte er mit der Sinfonie g-Moll KV 550 seine vorletzte Sinfonie zu Papier. Ihn plagten zu der Zeit Geldsorgen, in Briefen berichtete er von „schwarzen Gedanken“. Dennoch ist die wohl berühmteste aller Mozart-Sinfonien keineswegs nur düster – für Robert Schumann war sie gar die „griechisch schwebende Grazie“.

Übrigens: Genauso wie Mozart ist auch Strauss ein nicht zu erklärendes Ausnahmetalent der Musikgeschichte. Beide haben ihre Werke in kürzester Zeit komponiert, ohne an ihnen feilen zu müssen. Der Komponist Hans Pfitzner soll nach der Münchner Uraufführung seiner Oper „Palestrina“ im Jahre 1917 stolz zu seinem Kollegen Richard Strauss gesagt haben: „Zehn Jahre härtester Arbeit stecken in diesem Werk“. Daraufhin Strauss unbeeindruckt: „Ja, warum komponieren Sie denn, wenn‘s Ihnen so schwer fällt?“

2. Sinfoniekonzert

Richard Strauss, Serenade für Bläser Es-Dur op. 7
Wolfgang Amadeus Mozart, Klarinettenkonzert A-Dur KV 622
Richard Strauss, Streichsextett aus der Oper „Capriccio“ op. 85
(Fassung für Streichorchester)
Wolfgang Amadeus Mozart, Sinfonie g-Moll KV 550

  • Sa 14.10.2017 18.00 Uhr Haus der Kunst Sondershausen
  • So 15.10.2017 18.00 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus

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